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Mit openHPI digitale Allgemeinbildung verbessern - jetzt überall und jederzeit

20.05.2018 | eLearning, Digitalisierung

Stickige Klassenzimmer, überfüllte Uni-Hörsäle, schlecht 
ausgestattete Volkshochschulräume: Diese Probleme hat nicht, wer im 
Internet lernt. Orts- und zeitunabhängiges E-Learning wird immer 
populärer, bestätigt aus Anlass des Welttages der 
Informationsgesellschaft am 17. Mai das Potsdamer 
Hasso-Plattner-Institut (HPI). Dessen Internet-Plattform openHPI 
(https://open.hpi.de) macht kostenlose digitale Allgemeinbildung für 
alle möglich. Dank neuer App können die Onlinekurse nun wirklich 
überall und jederzeit genutzt werden - unterwegs in Bus, Bahn und 
Flugzeug oder zu Hause bzw. im Büro.

"Seit 2012 helfen wir mit unser Bildungsplattform openHPI, digitales 
Grundwissen in die Breite unserer Informationsgesellschaft zu 
tragen", sagt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Damit wolle sein 
Universitätsinstitut dazu beitragen, dass immer mehr Menschen ihre 
Kompetenzen auf den Feldern Informationstechnologie und Innovation 
erweitern.

Die Palette der so genannten Massive Open Online Courses (MOOCs) 
umfasst Angebote für Einsteiger in die Informatik, aber auch für 
IT-Experten. Die Einsteiger-Kurse führen in Grundlagen ein und 
beschäftigen sich z.B. mit der Funktionsweise von Internet und World 
Wide Web, dem Aufbau von Datenbanken, der Funktionsweise von 
Suchmaschinen, mit Computer-Betriebssystemen, Programmiersprachen, 
Sicherheitsfragen und Technologien fürs vernetzte Haus. 
Experten-Angebote machen Fachpublikum mit Innovationen der 
Informatikforschung und neuesten Entwicklungen der IT-Wirtschaft 
vertraut. "Dazu gehören etwa auch Themen wie Industrie 4.0, neuestes 
IT-Recht für Software-Entwickler oder die Gründung eines 
IT-Start-ups", sagt Meinel.

Nach seinen Worten sind mittlerweile fast 480.000 Kurseinschreibungen
auf der Plattform openHPI registriert. Gut 170.000 Personen aus 180 
Ländern gehörten derzeit zum festen Nutzerkreis der Kurse und 
Workshops in deutscher, englischer und chinesischer Sprache. Im Fokus
haben Meinel und seine Wissenschaftlerkollegen drei Zielgruppen. 
Angesprochen werden zunächst einmal Schüler, Studenten und 
Bildungshungrige aller Altersstufen, welche die digitale Welt besser 
verstehen und sie mitgestalten wollen. "Einen sehr großen Teil 
unserer Nutzer machen aber auch Berufstätige aus", betont Meinel. 
Diese benötigten vertiefte und neuste IT-Kenntnisse, um qualifiziert 
zu bleiben für ihren Job oder den nächsten Karriereschritt zu tun. 
Schließlich hilft openHPI auch Jobsuchenden, sich für den 
Wiedereinstieg in die digitalisierte Arbeitswelt zu qualifizieren.

Alle genießen es ganz offensichtlich, von der Fixierung auf 
definierte Zeiten und der Anwesenheit an festgelegten Orten befreit 
zu sein. Bei einem Fotowettbewerb zur Frage, was die weltweit 
bevorzugtesten Orte für das mobile Aufnehmen von Lernstoff sind, 
demonstrierten die Teilnehmer im Herbst 2017, wie flexibel und 
individuell sie sich ihre optimale Lernumgebung einrichten. "Viele 
Bilder zeigten selbstbestimmte und sehr behagliche Lernorte wie 
Luftmatratze, Gartenstuhl oder Hängematte", berichtet Meinel. 

Bilder von Küchentischen oder aus Straßencafés bewiesen dem 
openHPI-Team, dass die komfortable Möglichkeit zum flexiblen, 
genussvollen Unterbrechen des E-Learnings als wichtiger Pluspunkt 
geschätzt werden. "Ebenso geht es vielen Interessierten um effiziente
Nutzung der Zeit, wie Bilder vom Lernen im Zug oder in der Kantine 
demonstrieren", so Meinel. Bildung wird also immer häufiger 
häppchenweise, in Alltagspausen, aufgenommen - genau dann, wann es 
einem individuell in den Tagesablauf passt.

Auf dieses wachsende Bedürfnis haben die E-Learning-Experten des 
Hasso-Plattner-Instituts reagiert. Mobiles Online-Lernen machen sie 
per openHPI-App für iOS- und Android-Geräte jetzt auch "offline" 
zugänglich - nützlich etwa, wenn ein Funkloch oder gleich mehrere die
Nutzung des Smartphones oder Tablets in der Bahn zum Missvergnügen 
machen würde. "Auch lange Flüge können so sehr gut dafür verwendet 
werden, sich geistig fit und in Sachen Digitalisierung und Innovation
auf dem Laufenden zu halten", ergänzt Meinel. Entsprechendes gilt 
selbstverständlich auch für den, der in dem ruhigen und idyllischen 
Eckchen seines Gartens feststellt, dass seine Hängematte in einer 
WiFi-freien Zone baumelt.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI
Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut 
als Pionier unter den deutschen Wissenschafts-Institutionen am 5. 
September 2012 gestartet - auf der Plattform https://open.hpi.de. Sie
vermittelt seitdem Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus 
den sich schnell verändernden Gebieten Informationstechnologie und 
Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch
und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die 
Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen
angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI fast 480.000 
Kurseinschreibungen registriert. Gut 170.000 Personen aus 180 Ländern
gehören auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. 
Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen "Massive Open Online 
Courses", kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher rund 47.000
Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm für 2018 umfasst 
zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der 
Vergangenheit angebotenen 50 Kurse können im Selbststudium nach wie 
vor genutzt werden - ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich 
für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an 
ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den 
Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine 
Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann dafür 
die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut
Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands 
universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering 
(https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang "IT-Systems 
Engineering" bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des 
HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und 
besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium 
an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei 
Masterstudiengängen "IT-Systems Engineering", "Digital Health" und 
"Data Engineering" können darauf aufbauend eigene 
Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings 
belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design 
Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem 
Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein 
Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über 
50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es 
betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen 
IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden
mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. 
Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und 
Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu 
kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen 
für alle Lebensbereiche.

Aktuelle Rezension

Buchcover

David Matusiewicz, Christian Pittelkau, Arno Elmer (Hrsg.): Die Digitale Transformation im Gesundheitswesen. MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (Berlin) 2017. 355 Seiten. ISBN 978-3-95466-326-2.
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